Meine Aufgaben
Die folgenden Punkte beschreiben typische Bedürfnisse von pflegebedürftigen Menschen im Alltag und zeigen, welche Aufgaben daraus für Alltagsbegleiter entstehen.
Körperliche Bedürfnisse
Viele Pflegebedürftige brauchen Hilfe bei der Körperpflege, beim Essen, Trinken oder bei der Bewegung. Alltagsbegleiter übernehmen zwar keine pflegerischen Tätigkeiten, unterstützen aber zum Beispiel dabei, sicher aufzustehen oder zu gehen, erinnern ans Trinken, helfen beim Anziehen oder begleiten beim Toilettengang ohne pflegerische Maßnahmen. Außerdem beobachten sie Veränderungen wie mögliche Druckstellen oder Sturzrisiken und geben diese weiter.
Kognitive und kommunikative Bedürfnisse
Menschen mit Demenz oder neurologischen Erkrankungen haben häufig Probleme mit Sprache, Orientierung, Verständnis von Abläufen oder Erinnerungen an alltägliche Aufgaben. Alltagsbegleiter helfen, indem sie verständlich und ruhig sprechen, Geduld zeigen, Orientierungshilfen wie Uhren oder feste Tagesabläufe nutzen und durch ihre verlässliche Anwesenheit Sicherheit vermitteln.
Emotionale und soziale Bedürfnisse
Pflegebedürftigkeit kann Gefühle von Scham, Einsamkeit oder Verlust auslösen. Alltagsbegleiter nehmen diese Gefühle ernst, hören zu und bieten soziale Unterstützung,
ohne therapeutisch zu arbeiten. Durch gemeinsame Aktivitäten, Spaziergänge oder Rituale schaffen sie positive Momente und fördern soziale Kontakte, zum Beispiel durch Begleitung zu Gruppenangeboten oder zu Nachbarn.
Struktur im Alltag
Viele Pflegebedürftige verlieren den Überblick über ihren Tagesablauf oder fühlen sich schnell überfordert. Alltagsbegleiter helfen dabei, Tages- oder Wochenpläne zu erstellen, feste Routinen einzuhalten und kleinere organisatorische Aufgaben wie Terminplanung oder Einkaufsplanung zu übernehmen.
Wohnumfeld und Sicherheit
Auch die Wohnsituation spielt eine wichtige Rolle, da Sturzgefahren oder fehlende Hilfsmittel Risiken darstellen können. Alltagsbegleiter achten auf mögliche Gefahrenquellen, unterstützen bei der Nutzung von Hilfsmitteln wie Rollatoren oder Haltegriffen und informieren bei Bedarf Angehörige oder Fachkräfte über Sicherheitsprobleme.